Warum Privatsphäre wichtig ist

Die meisten Apps, in denen du Fotos teilst, sind kostenlos, weil Werbung sie bezahlt. Das prägt, was sie mit deinen Fotos, deiner Zeit und deinen Kontakten machen. Hier steht, wie, mit einer Quelle für jede Tatsache.

Wer sie nutzt, macht nichts falsch. Die meisten von uns tun es. Man sollte nur wissen, worauf man sich einlässt.

Womit eine kostenlose App ihr Geld verdient

Eine App, die von Werbung lebt, verdient mehr, je länger du bleibst und je mehr sie über dich weiß.

Das ist keine Vermutung. Meta, das Unternehmen hinter Facebook und Instagram, schreibt in seinem Jahresbericht, dass es seinen Umsatz praktisch vollständig mit Werbung macht. Es warnt seine Investoren auch, dass die Werbeeinnahmen sinken können, wenn die Leute weniger Zeit in seinen Apps verbringen. (Meta, Jahresbericht an die SEC, Januar 2026, auf Englisch)

Deine Zeit

Wenn deine Zeit das Geld bringt, ist der Feed darauf gebaut, sie festzuhalten.

Im Mai 2024 hat die Europäische Kommission ein Verfahren eröffnet, um zu prüfen, ob Facebook und Instagram mit ihren Systemen, einschließlich ihrer Algorithmen, „bei Kindern Suchtverhalten … hervorrufen können“. Die Eröffnung eines Verfahrens sagt noch nichts über sein Ergebnis. (Europäische Kommission, 16. Mai 2024)

Was sie über dich weiß

Werbung bringt mehr, wenn sie auf dich zielt, und dafür braucht es ein Profil: was du magst, wohin du gehst, wen du kennst.

Im Januar 2023 hat die irische Datenschutzbehörde Meta mit 390 Millionen Euro Bußgeld belegt. Sie stellte fest, dass Werbung, die auf dem Verhalten der Leute beruht, nicht als Teil des Vertrags gelten kann, den man für Facebook und Instagram akzeptiert. (Data Protection Commission, 4. Januar 2023, auf Englisch)

Im September 2025 hat die CNIL, die französische Datenschutzbehörde, gegen Google ein Bußgeld von 325 Millionen Euro verhängt. Gmail hatte ohne Einwilligung Werbung zwischen den E-Mails angezeigt, und Google hatte beim Anlegen eines Kontos Tracking-Cookies gesetzt, ohne gültige Einwilligung. (CNIL, 3. September 2025, auf Französisch)

Die Menschen, die du kennst

Auch deine Freunde und Kontakte sind etwas wert.

2019 hat die US-Handelsbehörde FTC Facebook eine Strafe von 5 Milliarden Dollar auferlegt. Laut FTC hat Facebook persönliche Daten mit Apps geteilt, die Freunde der Betroffenen heruntergeladen hatten, und viele wussten nichts davon. Die Anordnung verbot Facebook außerdem, Telefonnummern für Werbung zu nutzen, die Leute angegeben hatten, um ihr Konto abzusichern. (FTC, 24. Juli 2019, auf Englisch)

Datenlecks

Je mehr eine App speichert, desto mehr kann verloren gehen.

Im November 2022 hat die irische Behörde Meta mit 265 Millionen Euro Bußgeld belegt, nachdem eine Sammlung persönlicher Daten aus Facebook-Konten im Internet aufgetaucht war. Geprüft wurden die Suche von Facebook und die Werkzeuge, die Kontakte vom Handy importieren. Ergebnis: Die Daten waren nicht durch Technikgestaltung und datenschutzfreundliche Voreinstellungen geschützt. (Data Protection Commission, 28. November 2022, auf Englisch)

Datenhändler

Dein Standort, erfasst von einer ganz gewöhnlichen App, kann am Ende verkauft werden.

Im Januar 2024 hat die FTC dem US-Datenhändler X-Mode Social verboten, sensible Standortdaten zu verkaufen. Laut FTC hat er Standortdaten über die Apps anderer Unternehmen gesammelt und an Hunderte Kunden verkauft. Diese Daten konnten Besuche in Kliniken, Gotteshäusern und Schutzeinrichtungen für Opfer häuslicher Gewalt zeigen. (FTC, 9. Januar 2024, auf Englisch)

Fotos deiner Kinder

Mehr als die Hälfte der Eltern in Frankreich hat schon Fotos oder Videos ihrer Kinder in sozialen Netzwerken geteilt, laut einer Umfrage von 2023, die die CNIL zitiert.

Die CNIL rät dringend davon ab, vor allem bei einem öffentlichen Profil. Ein Foto kann deine Kontakte verlassen, sobald jemand von ihnen es weiterleitet. Es kann Ort und Zeit der Aufnahme enthalten. Und als erwachsener Mensch kann es schwer sein, Hunderte Fotos aus der eigenen Kindheit wieder aus dem Netz zu bekommen. Der Rat der CNIL: privat teilen, über einen sicheren Messenger, per E-Mail oder MMS. (CNIL, 28. November 2025, auf Französisch)

Was sich daraus ergibt

An einem einzelnen Tag ist nichts davon dramatisch. Über die Jahre summiert es sich: Werbung, die zu viel weiß, ein Feed, den man schwer weglegt, Fotos deiner Kinder an mehr Orten, als du wolltest, und Daten, die du nicht zurückholst.

Was Noo anders macht

Noo verdient nichts mit Werbung. Also muss Noo dich weder kennen noch festhalten.

Auch die Grenzen stehen schwarz auf weiß: Orte, etwa das schwarze Brett im Haus, kann der Noo-Server lesen, und Screenshots kann man immer machen.

Unser Versprechen lesen · So funktioniert Noo

Quellen

Alle gelesen am 29. Oktober 2026.